Querfeldeinrennen in Lorsch

Fluss bei Lorsch

Was um himmels Willen zieht mich nach Lorsch? Naja, es ist eine kleine beschauliche Stadt, die für ihr berühmtes Kloster das Weltkulturerbe trägt. Es erstrahlt mit seinen Fachwerkbauten und dem berühmten Klostertor.

Als ob das nicht schon reicht dieser Stadt einen Besuch abzustatten. Nein, da muss auch noch ein Querfeldeinrennen namens „Entega City-Cross-Cup“ veranstaltet werden. Querfeldein ist eine Radsportnische, bei der mit Rennradähnlichen Crossrädern die Waldwege unsicher gemacht werden. Die Räder grenzen sich stark von Mountainbikes ab. Sie haben nie eine Federgabel (und wenn ist es Stilbruch). Auch heute wird noch steinzeitliche Bremstechnik verbaut (Cantilever-Bremsen). Und warum fährt man dann sowas? Diese Räder haben einen riesen Vorteil: Sie sind fast so leicht wie Rennräder und sehr wendig. Dadurch das keine Federgabel verbaut ist, besteht ein direkter Kontakt zum Untergrund. Kleine Hindernisse können ohne Probleme übersprungen werden.

Start vor Weltlkulturerbe

Was suche nun ausgerechnet ich bei einer solchen Veranstaltung? Seit nun schon 3 Wintern bin ich Besitz eines solchen Rades.

Schon bei einer Runde auf dem Rennkurs wurde mir klar, dass ich bei weitem noch nicht soweit bin, eine solch technisch anspruchsvolle Strecke fahren zu können. Schon das überwinden von größeren Hindernissen (Treppe oder Holzstämme) würde bei mir nicht so schnell und sicher gehen.

Hindernisse

In diesem Bild ist gut erkennen wie Hindernisse überwunden werden. Locker und leicht wird vom Rad abgesprungen, das Rad in die Hand genommen, ein-zwei Hürden überwunden um dann wieder aufzuspringen.
Zusätzlich werden auf einem solchen Kurs extra Rampen eingebaut, die auf Dauer sehr kraftraubend sind.

Rampen

Nach der Veranstaltung bin ich dann selbst einige schöne Wege gefahren mit zum Teil sehr steilen Rampen (24% am Kirchberg) und viel lockerem Untergrund. :) Zunächst ging es zurück nach Bensheim, dann zum Felsenmeer und von da aus über die Burg Frankenstein und Eberstadt zurück nach Bessungen.

Im Nachhinein war es ein sehr interessanter Tag mit vielen neuen Eindrücken, neuen Herausforderungen und schlappen Beinen. :)

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3 Kommentare
  1. Jule am 3. November 2008

    Cooooole Bilder, da würd ich ja auch glatt mitfahren – aber nur mit Federgabel ;-) War bestimmt ein toller Tag! Übe fleißig und wir kommen dich nächstes Jahr besuchen wenn du am Querfeldeinrennen 2009 teilnimmst! :-) Wieviel Kilometer mussten die Teilnehmer i. d. R. zurück legen?

  2. Geli am 3. November 2008

    Hach, was bin ich froh, dass Du “noch nicht soweit” bist! Eine schöne “gepflegte” Rennstrecke macht es doch auch. Außerdem gelingen Dir sehr treffliche Sportbilder-und das ist schließlich auch nicht zu verachten.

  3. Dirk Schmidt am 3. November 2008

    In diesem Sport wird nach Zeit gefahren. Die Runde ist 2km lang gewesen. Die Junioren haben pro Runde ca. 5min gebraucht. Die Jedermänner fahren 20 min. -> also 5 Runden, denn nach 20min wird die letzte Runde gefahren. Macht in der Summe ca. 10km.

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